Brandschutzerziehung in der Schule

Informationen für Lehrer - einige nützliche Dokumente zur Brandschutzerziehung und Fortbildung in Ihrer Schule

Brandschutzerziehung ist eine gemeinsame Aufgabe von Grundschule und Feuerwehr. Sie gehört zu den fachübergreifenden Aufgabengebieten der Grundschule. Im Rahmen der Gesundheitserziehung sollen die Kinder lernen , Gefahren zu erkennen, zu vermeiden und zu verhindern. Dazu gehört ausdrücklich der Umgang mit Feuer und mit jahreszeitlich bedingten Gefahren. Die Kinder sollen aus eigenem Interesse und aus sozialer Verantwortung heraus zu zielgerechtem gesundheitlich orientiertem Verhalten befähigt werden. ( vgl. Hessisches Kulturministerium: Rahmenplan Grundschule, Wiesbaden 1995 )
Umsetzung in der Feuerwehr Neu-Isenburg

 

Methodisch-didaktische Hinweise
Lernen ist ein aktiver Vorgang. Grundlage der kindlichen Welterfahrung ist die handelnde und sinnliche Erfahrung. Es genügt nicht, Informationen vorzutragen und Kenntnisse sprachlich zu vermitteln. Kinder brauchen Möglichkeiten, sich Wissen und Zusammenhänge mit Kopf, Herz, Hand und allen Sinnen zu erarbeiten. Aktives und entdeckendes Lernen miteinander und voneinander bietet die beste Gewähr für die Entwicklung von Verständnis.

 

Schulische Voraussetzung
Damit Brandschutzerziehung gelingen kann, muss sie authentisch und glaubwürdig sein. Das bedeutet, dass auch in der Schule Brandschutzrichtlinien eingehalten und Gefahren bewusst vermieden werden. Immer wenn Feuer entzündet wird, müssen die Sicherheitsmaßnahmen bekannt sein und beachtet werden. Um das Grundgerüst zu schaffen, bekommen alle Neu-Isenburger Schulen mit dem Schulstart, für alle ersten Klassen einen „Löscheimer“. Aber auch bei einer Räumungsübung muss den Lehrkräften ihre Vorbildfunktion bewusst sein. Das schnelle und sichere Verlassen des Schulgebäudes sollte für jede Lehrkraft das allerwichtigste Ziel sein. Und ohne üben geht es nicht. Die Feuerwehr steht natürlich für alle Fragen rund um den Brandschutz zur Verfügung.

 

Aufsichtspflicht
Wenn die Brandschutzerziehung mit einer Schulklasse durchgeführt wird, liegt die Aufsichtspflicht immer bei den Lehrkräften. Das bedeutet auch, dass diese während der gesamten Unterrichtseinheit ständig anwesend sein müssen und nicht die Feuerwehrangehörigen mit der Klasse alleine lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Brandschutzerziehung in der Schule oder in der Feuerwache stattfindet.

 

Grundlagen für die Brandschutzerziehung
Gesetzliche Grundlagen für die Brandschutzerziehung ist das hessische Gesetz über den Brandschutz, die allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz (HBKG). Dort ist sie in den §§ 3 (6), 4 (3) 5 (8), 6 (2) und 18 erwähnt.

Text zum Teil übernommen aus dem Ordner „ Feuer und Flamme“ des hessischen Landesfeuerwehrverbandes

Was soll vermittelt werden?

    • Das richtige Verhalten bei einem Schadensfall in der Schule und zu Hause.
    • Der richtige Umgang mit Feuer.
    • Erkennen der Gefahren im Umgang mit Feuer und Rauch ( vorbeugende Maßnahmen )
    • Hemmschwelle Notruf abbauen


Themen die in der Schule behandelt werden können:

    • Was Kinder vom Feuer wissen
    • Das Feuer erforschen (Richtiger Umgang mit Zündmitteln )
    • Die Natur gibt Feuer
    • Feuer verändert die Welt
    • Was macht die Feuerwehr
    • Brandschutz geht uns alle an

Zu jedem Thema gibt es Tipps, Verhaltensregeln, Lieder, Anregung zum Malen, Spiele, Infos in der Stadtbücherei. Als schöne Vorlage bietet sich der Ordner “ Feuer und Flamme“ des hessischen Landesfeuerwehrverbandes an.

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Umsetzung in Neu-Isenburg

1. Schuljahr Die Klassen erhalten eine Feuerschnecke, mit der spielerisch die verschiedenen Stationen der Rettung im Falle eines Brandes eingeübt werden. Bei der Feuerschnecke handelt es sich um eine kindgerechte Brandschutzordnung.

Außerdem erhalten die Klassen Brandschutz-Geschichten, die im Laufe des Schuljahres vorgelesen und besprochen werden.

Jede Klasse erhält einen Löscheimer, der bei jeder Art von Feuer gefüllt und neben die Feuerstelle (z.B. Kerze) gestellt werden soll.

 

 



2. Schuljahr: Im 2. Schuljahr kommt – nach Terminvereinbarung – die Feuerwehr und führt das Rauchhaus vor. Die Kinder erkennen, wie man sich im Brandfall verhalten soll. Sie lernen, wie Rauch sich ausbreitet und welche Gefahren in ihm stecken.
Im Unterricht wird dies vertieft.
Die Arbeit mit der Feuerschnecke wird vertieft.

 

 

 


Feuerwehr-Werkstatt3. Schuljahr: Im 3. Schuljahr steht Heimatkunde als Unterrichtsinhalt an. So bietet es sich an, nach vorheriger Terminvereinbarung die Feuerwehr zu besuchen. Die Kinder lernen die Aufgaben der Feuerwehr und ihre Geräte kennen.
Im Unterricht werden außerdem die Arbeit und die Einsatzbereiche der Feuerwehr behandelt.

 

 

 

 

4. Schuljahr: Im 4. Schuljahr besuchen die Klassen, nach vorheriger Terminvereinbarung die Feuerwehr und lernen dort, ein Lagerfeuer auszurichten. Es werden Kenntnisse über den Umgang mit Axt und Säge vermittelt. Nach dem richtigem Aufbau einer Feuerstelle wird diese entzündet und zum Backen von Stockbrot genutzt.

 

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