Das sind wir |
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Materialien ...so war es auch im Zuge der Ersatzbeschaffung eines Kleingerätewagens der Feuerwehr Neu-Isenburg gedacht. Doch mußte er wirklich gehen? Und plötzlich war sie da: Die Idee, den alten GW (ein VW T2 Baujahr 1981) nicht auszumustern, sondern ihn für die Brandschutzerziehung zu nutzen.
Brandschutzerziehung gehört sozusagen mit zum "Alltagsgeschäft" der FF Neu-Isenburg. Neben Aktivitäten im Bereich der Kindergärten oder - nach Voranmeldung - für Besuchergruppen auf den "Feuerplätzen" am Gerätehaus gehört auch eine Unterrichtseinheit in den Grundschulen (2.Klasse) zu den Pflichtterminen für die Wehr. In Absprache mit den Schulleitungen wurde dafür eine Unterrichtsstunde festgelegt, in der Praxis können an einem Vormittag so jeweils drei Klassen unterwiesen werden. Für den Transport der erforderlichen Gerätschaften und Materialien nutzte man ein MTF. Da die materielle Ausstattung und auch die Termine selbst immer mehr zunahmen, summierten sich die Zeiten für die erforderlichen Be- und Entladearbeiten in der Feuerwache erheblich - an einen ständigen Verbleib der Komponenten "Brandschutzerziehung" war wegen der vielfältigen Nutzung des MTF natürlich nicht zu denken. Im Zuge der Ersatzbeschaffung für einen bisher als GW genutzten Transporter kam dann bei den Brandschutzerziehern der Gedanke auf, ob das aus dem Jahr 1981 stammende Altfahrzeug nicht doch erhalten bleiben und in seinem zweiten "Funktionsleben" noch einige Jahre als "GW-BA" (Gerätewagen Brandschutz-Aufklärung, so die interne Bezeichnung der Wehr) wertvolle Dienste leisten könne. Nach einer technischen Grundanalyse (event. zu erwartende Kosten, Zustand des Fahrzeuges insgesamt etc.) wurde das Thema mit der Wehrführung ausführlich diskutiert. Von dort kam letztendlich "Grünes Licht" - allerdings nur unter der Voraussetzung, daß der Bus im Falle von besonderen Großschadenslagen auch für andere Einsatzzwecke als Reserveeinheit zur Verfügung stehen müsse. Wichtig: Optische Außenwirkung Ein wichtiges Element war die Außengestaltung des Fahrzeuges, denn selbstverständlich wollte man auch optisch auf den Verwendungszweck und damit auch auf die Thematik hinweisen sowie die Bürger sozusagen schon im "Vorbeifahren" neugierig machen. An der Grundfarbgebung (tagesleuchtrot ) war wegen der Funktion als Reserveeinheit nichts zu ändern, obwohl aus Sicht der Brandschutzerzieher sicherlich eine andere Farbwahl durchaus einen höheren "Aha-Effekt" erzielt hätte - aber dann wäre der Bus nicht mehr als Feuerwehrfahrzeug "durchgegangen". Trotz dieser Grundvorgabe blieb die Außenwirkung ein wichtiges
Thema, sie sollte auffällig und zugleich informativ sein. Für die Gestaltung der Heckklappe bat man den Verein "Paulinchen e.V." (eine Elterninitiative zur Thematik brandverletzte Kinder, Informationen im Internet zu deren Aktivitäten finden sich unter www.paulinchen.de) das Motiv des aktuellen Plakates "Sind Sie schon mal für jemanden durchs Feuer gegangen?" nutzen zu dürfen. Es zeigt neben dieser Schlagzeile das Gesicht eines gesunden Mädchen neben einem Kind mit Brandnarben und verdeutlicht, welche Folgen Brandunfälle haben können. Die Beifahrerseite wurde mit einem großformatigen Feuerwehrmann mit Strahlrohr vor Flammen gestaltet. Die beiden Schriftzüge "Brandschutz" oberhalb und "Aufklärung" unterhalb des Motivs ergänzen das Bild. Auch bei geöffneter Schiebetür bleibt die Information in ihrer Gesamtheit übrigens erhalten. Auf der Fahrerseite schließlich sind Personengruppen zu sehen, die verschiedene Fragen an den Betrachter stellen. Kurze Sätze wie "Was kostet ein Rauchmelder?", "Müssen Feuerlöscher geprüft werden?" oder "Ab wann kann ich zur Feuerwehr?" sind auch vom Straßenrand bei der Vorbeifahrt schnell erfaßbar und sollen beim Betrachter Interesse auslösen, sich doch einmal ausführlicher mit der Thematik Brandschutz zu beschäftigen. Auch auf dieser Seite fehlen die beiden Schriftzüge "Brandschutz" und "Aufklärung" natürlich nicht. Die Motive wurden von einem weiblichen Mitglied der Wehr entworfen. Die Vorbereitung für die Neulackierungen erledigten die hauptberuflichen Kräften in der eigenen Werkstatt, die Lackierung bzw. Beklebung selbst erfolgte durch eine ortsansässiges Unternehmen zum Selbstkostenpreis. Innenausstattung, Beladung Ein weiterer wichtiger Punkt war die Innenausstattung, bei der man wegen der vorgesehenen Multifunktion auf "maßgeschneiderte" Halterungen nur für Brandschutzerziehungsmaterialien und- gerätschaften verzichten mußte. Nach wie vor ist es immer noch möglich, mit wenigen Handgriffen eine fahrbare 250 kg-Pulverlöschanlage beispielsweise in das Fahrzeug einzuschieben. Zur ständigen, auf das Konzept der Wehr ausgelegten Beladung es GW-BA gehören u.a. ein "Brandhaus" zur Darstellung der besonderen Gefahren durch Rauch mit Untergestell, eine Transportkiste für kleinere Materialien, eine fahrbare Telefonzelle in kindgerechter Größe und ein Miniaturfeuerwehrauto. Letzeres wird im Rahmen eines Rollenspiels zum Abschluß einer Unterrichtseinheit genutzt, bei dem sich die Kinder selbst als Feuerwehrmänner/-frauen ausrüsten und dann mit Blaulicht und Tatü-Tata zur Einsatzstelle "brausen" können. Alle größeren Komponenten sind auf Rollgestellen montiert, um den Transport bis zum "Ort des Geschehens" auch durch eine Person einfach und sicher handhaben zu können. Mit einer Breite von 80 cm passen die Elemente zudem durch jede Tür. Dann fehlt nur noch eine Steckdose und das Brandhaus oder die Telefonzelle sind betriebsbereit. Selbstverständlich wird der GW-BA nicht nur als Transporteinheit beim Besuch in Kindertagesstätten oder Schulen genutzt. Auch als auffälliges Infomobil für die unterschiedlichsten Veranstaltungen von Wochenmärkten bis hin zu Festen steht er zur Verfügung. Verf.: Michael Hörr (FF Neu-Isenburg) Baubeschreibung des Rauchhauses als PDF (5 Seiten) zum downloaden. Pläne zum Bau des Rauchhauses Plan1 - Plan2 - Plan3 (PDF)
Telefonzelle
Die Idee zum Bau eines Holzfeuerwehrautos, kam bei einem der ersten Besuche in einem Kindergarten. Zum einen sollte der Besuch mit einem Highlight enden, zum anderen sollten die Kinder den Ablauf eines Feuerwehreinsatzes „begreifen“. So entwickelte sich die Idee eines Feuerwehrspieles im Kindergarten. Die Kinder legen sich auf den Boden, dann wird der Alarm ausgelöst und die Kinder springen auf, um die mitgebrachten Ausrüstungsgegenstände aufzunehmen. Fertig ausgerüstet steigen die Kleinen in unser mitgebrachtes Feuerwehrauto. Das Blaulicht wird eingeschaltet und die Kinder stimmen zusammen ein lautes „Tatü Tata“ an. An der Einsatzstelle angekommen, werden Schläuche ausgeworfen und die Einsatzstelle abgesichert. Ist der Einsatz beendet, gibt es natürlich einen riesigen Applaus. Der Aufwand erscheint einem Außenstehenden etwas hoch, ist aber problemlos zu händeln, da unsere Telefonzelle gleichzeitig als Sackkarren dient und so alles auf einmal Transportiert werden kann.
Plan zum Bau unseres Holzfeuerwehrautos (PDF) Plan1 - Plan 2
Mit unserer Feuerlösch-Spritze erleben die Kinder wie früher mühsam mit Hand das Wasser in den Schlauch gepumpt werden musste.
Wichtige Hilfsmittel zur Gebäuderäumung für Kinder
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