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Brandschutzerziehung in der Schule Von Feuerschnecken und Feuerstellen Vortrag Brandschutzerziehung in der Grundschule vorgetragen auf dem
Forum Brandschutzerziehung in Frankfurt am Main (November 2005)
Dieser Vortrag soll Brandschutzerzieher/innen dazu ermutigen, neue Ideen
aufzugreifen und mit den eigenen Möglichkeiten umzusetzen.
Die Frage: [ ( M + Z ) : ( I x F ) ] + AG x G = BE M = Mannschaft ( Anzahl, Motivation ) Z = Zeit die man einsetzen will (in vier Grundschuljahren ) I = Ideen F = Flächendeckend ( Erreiche ich alle Stufen oder nur eine ) AG = Anzahl der Gruppen G = Gerät ( Welche Hilfsmittel habe ich ) BE = Brandschutzerziehung Jeder kann seine eigenen Werte einsetzen und(wenn die Formel wirklich funktionieren würde bekäme) jeder wird eine andere Zahl heraus bekommen. Aber welcher ist der richtige Wert? Es gibt im Bereich Brandschutzerziehung leider zu viele Unbekannte. Und darin liegen auch die Probleme die man sich selber macht. >Jeder kann nur mit den Dingen arbeiten die er hat. Und das muß nicht heißen, dass sie schlecht sind. Ich habe aber das Gefühl, dass man sich gerne hinter nichtvorhandenen Geldern oder Material (Handpuppen) versteckt.
Danach begann das herstellen und besorgen von Materialien. Ich muss gestehen, dass dieser Vorgang sehr zeitintensiv war und ein Jahr beanspruchte, bevor der erste Testlauf beginnen konnte. Jede Schule bekommt, zur Lehrerkonferenz im Herbst, Besuch von der Feuerwehr. Dabei werden die Materialien übergeben und Neuerungen vorgestellt. Das persönliche Gespräch ist immens wichtig.
Während des Vorgespräches wurde festgestellt, dass in den vier Grundschulklassen das Verwenden einer Kerze bei Geburtstagen oder zu Weihnachten zur Anwendung kommt. Um Bränden vorzubeugen werden zwei Kindern im regelmäßigen Turnus zu „ Löschgehilfen“ eingeteilt. Kenntlich gemacht durch zwei Playmobilfiguren, sind diese zuständig einen von der Feuerwehr gestellten „ Löscheimer „ immer beim entzünden einer Kerze zu füllen. So erlernen die Kinder einfache Grundkenntnisse ohne großen Aufwand.
All denen, die jetzt aufgeschreckt verkünden: „Kinder löschen keine Feuer“ sei doch in Erinnerung gerufen, das ein brennender Pulliärmel, welcher durch beherztes Eintauchen in einen Eimer Wasser gelöscht wird, allen standardisierten Meinungen vorzuziehen ist. So wird auch selbstverantwortliches Handel geübt. Um aber den Löschgehilfen noch weitere wichtige Aufgaben zu übertragen, fällt auch in deren Zuständigkeit die Monatsgeschichte aus einem Umschlag zu holen. In diesen monatlichen Geschichten werden den Kindern spannende und lustige Informationen rund um die Feuerwehr näher gebracht. Zeitaufwand: Lehrerkonferenz | Ausgabe der Materialien
Das Haus wurde in eigenen Werkstätten hergestellt, da es einige neue Anforderungen zu erfüllen galt. Diese waren unter anderen, einen Transportwagen zu integrieren, bewegliche Figuren zu haben, einen Rauchmelder dazu zu bringen, dann zu piepsen wenn die Feuerwehr das will und vieles mehr. Mit dabei sind aber auch noch ein Atemschutzgerät und einige Säckchen zum Erfühlen von verschiedenen Teilen rund um den Atemschutzeinsatz. Als Hausaufgabe wird den Kindern noch ein Arbeitsblatt übergeben. Das Arbeitsblatt enthält unter anderem die wichtige Frage, ob das jeweilige Kinderzimmer mit einem Rauchmelder ausgestattet ist. Diese Arbeitsblätter gehen nach Beantwortung zurück an die Feuerwehr. Zeitaufwand: Pro Klasse eine Schulstunde
Um beim Notruf üben alle mit einzubeziehen können Namensschilder
benutz werden, auf deren Rückseite die wichtigsten „ Ws „ vorgedruckt
sind. Alle Kinder müssen aufstehen während zwei andere Kinder üben
den Notruf abzusetzen. Zeitaufwand: Pro Besuch 2,5 Std.
Insgesamt fünf solcher Feuerplätze wurden in unmittelbarer Nachbarschaft zur Feuerwache eingerichtet, ihre handwerkliche Ausgestaltung (sprich Abmauerung) übernahmen die von der Kommunalverwaltung dafür abgestellten Auszubildenden der Stadtgärtnerei. Die Ausstattung mit den erforderlichen Gerätschaften (Werkzeug, Sägeböcke etc.) sponserte der Feuerwehr-Förderverein und der Holznachschub wird durch tatkräftige Unterstützung der ortsansässigen Förster gesichert. Die Besuchergruppen erhalten von der Feuerwehr eine Einführung, der Ablauf wird dann jeweils selbst gestaltet. Schon bald kann man die kleinen Besucher dann dabei beobachten, wie sie unter Aufsicht ihrer Erzieher/Lehrer, auf der vorbereiteten Fläche Steine als Schutz der Umgebung auslegen, Holz zerkleinern und zündeln. Und wozu ein "gutes" Feuer dienlich sein kann, erschließt sich den Kindern spätesten beim leckeren Stockbrot backen. Selbstverständlich werden auch Fragen zur Feuerwehr gestellt und
beantwortet - eine gute Gelegenheit, so manchen Brandschutztipp in dieser
lockeren und vom Spaß geprägten Atmosphäre zu vermitteln.
Für die Schulung der Erzieher konnte dabei auch die Unterstützung durch einen Mitarbeiter der Gesellschaft Natur & Kunst e.V. Schloß Freudenberg (Wiesbaden) gewonnen werden. Diese Gesellschaft hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, Dinge aus unserer Umwelt im wahrsten Sinne "begreifbar" zu machen und bietet auch eine "Feuerwerkstatt" an. Dem eine oder anderen Leser mag beim Lesen dieser Zeilen sicherlich der frei nach Asterix zitierte Spruch "Die spinnen diese Blauröcke, nun bauen sie auch noch Feuerstellen" in den Sinn kommen. Aber die Erfahrung zeigt, dass in dieser Form den Kindern das Thema Feuer leichter praktisch näher zu bringen ist, als mit jeder theoretischen Erklärung oder kleinen Experimenten im Chemieraum, welche ja wie gewohnt im wenig spannenden Frontalunterricht abgehalten werden. Zeitaufwand: Pro Gruppe 3 Std.
Einmalige Events sind super, flächendeckende Angebote erfordern viel Zeit über Jahre Verfasser:
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