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Für Feuerwehren
Brandschutzerziehung
im Kindergarten
Darstellung der Brandschutzerziehung am Beispiel der Feuerwehr Neu-Isenburg
Der Tag im Kindergarten
Sinnvoll
ist es, sich den Turnraum oder einen anderen großen
Raum zu reservieren. Es wird Platz benötigt für die anschließenden Spiele.
Ideal ist eine Gruppenstärke
von 12 Kindern. Sind es mehr, sollte zumindest eine Erzieherin anwesend
sein.
Das gemeinsame Frühstück ist hierbei ein guter Einstieg,
um die Scheu der Kinder abzubauen. Man erfährt in dieser Runde
alle wichtigen Dinge über das Haustier, die Geschwister und Eltern.
So kommt man ins Gespräch. Hilfreich hierbei ist, sich den Kindern
auf der gleichen Ebene zu nähern. Das heißt, mit Ihnen auf den kleinen Stühlen oder auf dem Boden zu sitzen.
Nach dem Frühstück werden die Stühle im Halbkreis
aufgebaut und es geht los.
- Man plaudert zunächst über die Aufgaben der
Feuerwehr. Ein guter Aufhänger sind hier die Haustiere.
Wenn sich keiner traut, etwas zu sagen, fragt man nach den Haustieren.
Da die Feuerwehr
alle Tiere rettet, ist immer ein Beispiel dabei, mit dem den
Kindern erklärt werden kann, was die Feuerwehr alles
macht.
- Während die Situation sich inzwischen zunehmend entspannt
hat, lenken wir das Gespräch nun zum Thema Feuer löschen.
Hier sprechen wir über die zwei Arten von Feuer. Nämlich
dem guten und dem schlechten Feuer.
- Dazu schauen wir uns einige Bilder an, welche die Kinder erklären
und zuordnen. Nebenbei sprechen wir dann auch über
die Brandursachen.
Richtiges Verhalten im Brandfall ist der nächste
Punkt.
- Was machen wir, wenn es im Kindergarten brennt?
Die Antworten der Kinder werden in die richtige Reihenfolge gebracht
und auch gleich praktisch erprobt. Die Räumungsübung kann
gerne zwei- oder dreimal durchgeführt werden, damit die Kinder
ihrem Bewegungsdrang nachkommen können.
- Der nächste Punkt ist dann das richtige Absetzen des
Notrufes und alles was damit zusammenhängt. Geübt wird mit
zwei Telefonen, die an einer kleinen Telefonanlage hängen,
damit es auch richtig klingelt. Jedes Kind sollte es einmal
probiert haben.
Wer sich nicht traut, sollte ermutigt werden.
- Jetzt ist ein guter Punkt die Handpuppe einzubeziehen. Es
klopft und dann ist sie da. Weiß alles besser, macht aber alles
falsch. So nach ca. 5 Minuten muß sie dann zurück
in ihre Kiste.
- Das Spiel geht weiter; die Feuerwehr ist jetzt unterwegs und
wir schauen uns an, was die Feuerwehrleute alles anziehen
und was auf ihren Fahrzeugen verladen ist. Alle Teile werden erklärt, angefaßt
und ausprobiert.
- Spätestens jetzt ist die Geduld der Kinder zum weiteren
Zuhören erschöpft.
- Wir versuchen jetzt zwei Gruppen zu bilden, mit denen wir unser
Feuerwehrspiel durchführen. Eine Gruppe
setzt den Notruf ab und schaut zu. Die zweite
Gruppe
wird jetzt zu Feuerwehrleuten.
Wir haben dazu aus Stühlen und einer mitgebrachten Kiste, an
der ein Lenkrad und ein Blaulicht befestigt sind, ein Feuerwehrauto gebaut. Die Feuerwehrgruppe legt sich jetzt hin und schläft.
Nachdem der Notruf eingegangen ist, werden die
Feuerwehrleute alarmiert, ziehen
sich an und springen in ihr Fahrzeug.
Und ab geht es mit Blaulicht und Martinshorn
zur Einsatzstelle. Kaum eingetroffen, geht
es auf die Suche nach dem Feuerteufel.
Ist er entdeckt,
werden die Schläuche ausgerollt, die Handlampen eingeschaltet
und „Wasser marsch“ gegeben. Ist das Feuer gelöscht
gibt es natürlich auch noch einen Applaus für die
Akteure.
Das Spiel wird wiederholt, wobei die Gruppen
wechseln. Nach einigen Durchgängen ist der Vormittag auch schon vorbei und die Kinder
gehen wieder in ihre Gruppenräume zurück.
- Es kommt vor, das einige Kinder sich gar nicht von dem aufregenden
Spiel trennen können. Sie kann man nur mit
dem Hinweis trösten,
dass sie ja bald ins Feuerwehrhaus zu Besuch kommen dürfen.
Michael Hörr
Feuerwehr Neu-Isenburg
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